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Sherry

Finden Sie hier hochwertige Sherrys aus dem Portfolio der Schlumberger Gruppe. 

Sherry Herstellung: Wie wird Sherry hergestellt? 

Sherrys dürfen aus drei verschiedenen Rebsorten hergestellt werden, aus Palomino Fino, Pedro Ximénez und Moscatel. Diese Trauben werden zu Weißwein vergoren und ausgebaut, direkt nach der Gärung wird reiner Alkohol, meist Branntwein, zugesetzt. Die bedeutendste dieser Rebsorten ist der Palomino Fino mit einem Anteil von etwa 90% der Sherry Produktion.

Der aufgespritete Wein wird in 600l Holzfässern ausgebaut. Diese Fässer werden nicht komplett gefüllt, etwa 1/5 wird nicht befüllt. So kommt es zu einem bewussten Luftkontakt und dadurch zur Oxidation. Nach kurzer Zeit bildet sich eine Florhefeschicht, die je nach Art des Sherry erwünscht oder nicht erwünscht ist. Diese Florhefeschicht dichtet die Oberfläche des Getränks ab und ermöglicht einen deutlich reduktiveren Ausbau, ohne Florhefeschicht ist dieser oxidativ.

Die große Besonderheit bei der Sherry Herstellung ist das Solera Verfahren. Hier werden die Sherry Fässer übereinander gestapelt, in den oberen Fassreihe, der obersten Criadera, befindet sich der jüngste Sherry, unten der Älteste. In einem regelmäßigen Abstand wird dem untersten Fass teilweise Sherry entnommen und abgefüllt, die entstandene Leere wird mit der darüber liegenden Criadera aufgefüllt, die wiederum mit der darüber aufgefüllt werden. So entsteht ein Verschnitt aus verschiedenen Jahrgängen, die Aromatik wird komplexer und facettenreicher. 

Wo kommt Sherry her?

Der Likörwein Sherry unterliegt einer geschützten Ursprungsbezeichnung. Sherry darf nur aus Spanien stammen, genauer genommen aus dem Sherry Dreieck um die Städte Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María in Andalusien im Süden des Landes. Alle dort hergestellten Sherrys dürfen sich Jerez-Xérès-Sherry DO nennen.

Eine Fläche von rund 10.000 Hektar steht dort für die Produktion zur Verfügung. In diesem Gebiet herrschen ideale Bedingungen für den Wein zur Sherry-Herstellung hinsichtlich Klima und Bodenbeschaffenheit: Es ist dort das ganze Jahr über sehr trocken und sehr warm. Die durchschnittliche Temperatur liegt bei 17 Grad und es regnet nur an ca. 75 Tagen im Jahr.

Der Weinanbau hat in der Region eine jahrtausendealte Tradition. Nachdem unter zwischenzeitlicher muslimischer Besatzung Alkohol und dessen Herstellung verboten war, blühte das Geschäft mit spanischem Sherry unter christlicher Herrschaft ab dem 13. Jahrhundert auf. Vor allem der Export von Sherry nach England stieg stark an. In dieser Zeit entstand durch die Engländer auch der heutige Name des Getränks: Sherry in Ableitung von Seherisch, dem maurischen Namen für die Stadt Jerez. Um die Weine für diese längeren Seereisen haltbarer zu machen, begann man zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert die Methode des „Fortifizierens”.

Weltbekannt wurde Sherry ab dem 18. Jahrhundert durch englische Handelshäuser, die das zu der Zeit in Großbritannien sehr beliebte Getränk in die ganze Welt verkauften.

Welche Sherry-Sorten gibt es und welche werden in Deutschland getrunken?

Sherry gibt es in vielen verschiedenen Varianten und Ausführungen. Diese können von trocken über halbtrocken bis hin zu süß reichen. Je heller der Sherry ist, desto trockener ist er. Die wichtigsten Sherry-Arten im kurzen Überblick:

  • Fino Sherry: Ein trockener und frischer Sherry, der unter einer dicken Florschicht gereift ist. Fino ist die Vorstufe zu einem Amontillado oder Palo Cortado und hat üblicherweise ein Bukett von Mandeln und Gartenkräutern.
  • Manzanilla Sherry: Eine Art eines Fino, die besonders durch sein leicht salziges und zartbitteres Bukett herausragt. Manzanilla Sherry wird nur in Sanlúcar de Barrameda produziert. 
  • Amontillado Sherry: Eine Art des Fino, die oxidativ reift. Die Florschicht stirbt durch absichtliche Zugabe von Alkohol oder natürlich nach 10-15 Jahren ab. Typisch für einen Amontillado Sherry sind Aromen von Haselnüssen und Mandeln. Ein klassischer Amontillado ist trocken, halbtrockene und süße Varianten sind weniger üblich, aber durchaus zu finden.
  • Oloroso Sherry: Ein Oloroso Sherry reift von Beginn an oxidativ, ohne die Entwicklung einer Florschicht, wodurch das Bukett intensiver als bei einem Fino ist und sein Körper kraftvoller als bei einem Amontillado. Auch nachgesüßte Varianten sind auf dem Markt erhältlich, typisch ist jedoch der trockene Oloroso Sherry. Bernsteinfarben im Glas, mit intensiven Aromen nach Holz, Tabak, Wildkräuter und Trüffel. 
  • Palo Cortado Sherry: Während der Gärung wird die Hefe gezielt durch Zugabe von Alkohol abgetötet. So vereint der Palo Cortado die Frische des Amontillado mit der Fülle eines Oloroso. Im Glas dunkles Braun, am Gaumen typischerweise leichte Zitrusnoten und lang im Abgang.
  • Cream Sherry: Ein Verschnitt aus Oloroso Sherry und eines natursüßen Weins oder Traubensaftkonzentrat. Der Zuckergehalt eines Cream Sherrys ist deutlich erhöht, der Zuckergehalt liegt zwischen 115g/l bis 140g/l. Süße mit geschmeidiger Cremigkeit. Ein Sherry, der herausragend zu Nachspeisen passt.
  • Pedro Ximénez Sherry: Hergestellt aus der gleichnamigen Rebsorte ist der Pedro Ximénez Sherry ein sehr süßer, oftmals üppiger Vertreter seiner Art. Gerne zum Aufsüßen von trockenen Amontillados oder Olorosos verwendet. Charakteristisch sind intensive Aromen nach Trockenfrüchten und Honig. 
  • Moscatel Sherry: Natursüß und besonders fruchtbetont sind Sherrys aus der Rebsorte Moscatel. Klassischerweise werden die Moscatel-Trauben für den Sherry in der Sonne getrocknet, dabei wird das Wasser in der Traube verdunstet, die Extrakte, allen voran der Zuckergehalt, werden aufkonzentriert. Daher hat ein Moscatel Sherry eine einzigartig hohe Zuckerkonzentration und Süße. Der Ausbau erfolgt ausschließlich oxidativ. Die Farbe ist im Glas rötlich-braun, am Gaumen eine frische Fruchtaromatik. Durch den hohen Alkoholgehalt und den hohen Restzuckergehalt besonders lange haltbar.

Premium Sherrys vom Großhändler: Welche Sherrys sind bei der Schlumberger Gruppe erhältlich? 

Bei der Schlumberger Gruppe gibt es eine große Auswahl an etwa 25 verschiedenen Sherrys von Emilio Lustau. Von den Klassikern zu Raritäten wie den Añada Jahrgangs-Sherrys oder limitierte Almacenistas, von trocken bis cremig süß - bei Schlumberger ist eine große Bandbreite an hochwertigen Sherrys zu erwerben.

Emilio Lustau ist einer der führenden und am häufigsten prämierten Sherry-Produzenten. Diese Bodega wurde 1896 gegründet und ist heutzutage einer der wenigen Sherry-Hersteller, der sich immer noch in Familienbesitz befindet.

Um die Vielfalt von Sherry kennenzulernen oder anderen Menschen eine große Freude zu machen, finden sich im Sortiment von Schlumberger attraktive Geschenkboxen mit den verschiedenen Sherry-Typen.

Alles was Sie über Sherry wissen müssen: Häufige Fragen und Antworten

Wie ist der Alkoholgehalt beim Sherry?

Sherry hat meistens einen Alkoholgehalt zwischen 15% und 18% vol. es, gibt aber auch Sherrys mit bis zu 20% vol.

Trockener Sherry wird am besten gekühlt bei 7 bis 9 Grad getrunken, Oloroso und Amontillado brauchen sogar 8 bis 12 Grad. Süßer Sherry wie Pedro Ximenez wird nur leicht gekühlt (15 bis 18 Grad) empfohlen.

Nein! Beides sind „aufgespritete” Likörweine, aber es werden andere Trauben (rot vs. weiß) und dementsprechend andere Rebsorten verwendet. Sherry kommt aus Spanien, Portwein aus Portugal, auch signifikante geschmackliche Unterschiede. Sherrys sind typischerweise trocken ausgebaut, Portweine mit deutlicher Restsüße.

Idealerweise wird Sherry aus einem kleinen Weißweinglas (z.B. Riesling-Glas) getrunken, das leicht bauchig ist, damit sich die Aromen gut entfalten können. Desto länger der Stiel des Glases, desto länger bleibt der Sherry kühl, es gibt aber auch spezielle Gläser nur für Sherry.

Sherry ist vor allem als Aperitif bekannt, wird aber auch immer beliebter als Begleiter zu Speisen. Vor allem natürlich zur spanischen Küche, aber auch für andere Gerichte, die einen kräftigen Begleiter vertragen. Der Cream Sherry passt gut zu Obst, Käse und süßen Speisen. Ein Fino ist ein idealer Begleiter für helles Fleisch, Fisch oder auch Meeresfrüchte, während der Amontillado eher als Solist gilt, der abseits des Essens am besten aufgehoben ist. 

Abgesehen davon sind Longdrinks mit Sherry auch absolut einen Versuch wert: Gemischt mit Tonic Water oder einer anderen Limonade ein großer Genuss!