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Weinkompetenz seit über 160 Jahren
1859
Der Lübecker Weinhändler Adolph Segnitz (Adolph I) gründet in Bremen das Weinkontor A. Segnitz & Co. Da Vater und Großvater bereits in Lübeck als Weinhändler (Weinküper) tätig und eingetragen waren (seit März 1767), kann Segnitz eine fast 250-jährige Weinkompetenz nachweisen.
Photographie, Portrait, Formelle Kleidung, Anzug, Krawatte
Adolph Segnitz (Adolph I)
1874
Die Söhne Hermann I und Fritz I übernehmen nach dem Tod ihres Vaters Adolph I die Nachfolge der Firma in 2. Generation. Schon damals genoss die Firma einen ausgezeichneten Ruf bei Weinhändlern, Distributoren, Hotels und der Gastronomie des Landes. Segnitz spezialisierte sich auf den Import und die fachgerechte Reifung von Fassweinen, die erst zum Zeitpunkt der besten Reife in Flaschen abgefüllt und verkauft wurden.
Photographie, Gesicht, Kopf, Person, Portrait
Hermann Segnitz I
1887
Durch den Erfolg des Unternehmens, wurde das Lager langsam eng. Der Löwenhof, das neue, größere Kontor der Firma Segnitz wird bezogen.
Leute, Person, Menschenmenge
Mitarbeiter der Firma am Löwenhof in Bremen im Jahr 1909
1895
Nach dem Tod von Hermann I wird sein Bruder Fritz I der Alleininhaber der Firma. Er ist als Weinhändler anerkannt und bei Lieferanten und Kunden geachtet. Sein Wissen und seine Kontakte in der Weinwelt führen dazu, dass die Firma ihren größten Aufschwung in den Zeiten des Jahrhundertwechsels erreicht. Er importiert hauptsächlich Weine aus Bordeaux, Burgund und edle Süßweine, oder auch Rum aus Jamaika und Batavia- Arak. Adolph III, Sohn von Fritz I (Teilhaber von 1909 bis 1966), führt die Firma sicher durch zwei Weltkriege und alle anderen Unbilden dieser schweren Zeit.
Ein älterer Mann mit grauem Bart und Haar sitzt in einem Anzug mit Weste und Krawatte. Er lächelt leicht und hat eine freundliche Ausstrahlung, umgeben von dunklem Hintergrund.
Fritz Segnitz I
1909
Kauft man das bekannte Château Chasse-Spleen in Moulis. Als Alleineigentümer gelingt es Segnitz, den bereits hochgeachteten Namen weiter zu fördern. Leider musste der Châteaubesitz infolge der Enteignungen im Jahre 1918 komplett als Verlust abgeschrieben werden.
Gebäude, Wohnen, Haus, Pflanze, Herrenhaus
Château Chasse-Spleen
1942
war Adolph III als Importbeauftragter des Reiches in Beaune tätig und für Weinbauregionen Burgund, Rhône und Provence zuständig. Durch seinen gerechten und fairen Umgang mit den französischen Winzern und Landsleuten, gewann eine hohe Achtung und Akzeptanz. Die Beziehungen in die Regionen konnten gefestigt werden und waren in den Aufbaujahren vor und nach der Währungsreform Gold wert. Während dieser Zeit ist sein Sohn, Adolph IV mit der Führung der Firma Segnitz betraut.
Photographie, Kopf, Person, Portrait, Krawatte
Adolph Segnitz III
1944
Der Löwenhof in Bremen wird bei einem Luftangriff komplett zerstört, was zur Folge hatte, dass man 1948 ohne Warenvorräte in die Währungsreform gehen musste. Unter der Regie von Adolph IV erfolgt der schnelle Wiederaufbau des Löwenhofs. Dies war aber nur durch die Mithilfe von vielen ehemaligen Mitarbeitern und anderen Helfern, denen Segnitz am Herzen lag, möglich. Mit dem Wirtschaftsaufschwung gewann auch Segnitz wieder an Schlagkraft. Aufgrund der vielen guten Kontakte und der langjährigen Geschäftsbeziehungen konnten nicht nur alte Kunden zurückgewonnen werden, sondern auch viele neue Abnehmer geworben werden.
Photographie, Person, Portrait, Erwachsener, Mann
Adolph Segnitz IV
1952
Hermann II (Teilhaber 1952-2006) tritt in die Geschäftsführung der Firma ein und führt das Unternehmen mit seinem Bruder Adolph IV fort. In den nachfolgenden Jahren wurden auch neue Abnehmer wie Tengelmann, Albrecht und Edeka beliefert. Da der Verbraucher seinen Wein nicht mehr beim Importeur, sondern im Lebensmittelhandel kaufte, war dieser Weg zwangsläufig. Leider spielte hier ein günstiger Preis eine größere Rolle als die Qualität. Schwindende Margen erforderten entsprechende Maßnahmen.
Erwachsener, Männlich, Mann, Person, Portrait
Hermann Segnitz II
1968
Hermann II ersetzt sukzessive die günstigen Massenweine durch bekannte und qualitativ hochwertige Weine namhafter Weingüter. Der internationale Weinmarkt beobachtet diesen Richtungswechsel in der Firmenpolitik sehr genau und sucht den Weg zu Segnitz. Hermann II kann durch seine intensive Reisetätigkeit und durch seine persönlichen Kontakte viel Vertrauen aufbauen, was neben der Stabilisierung bestehender Geschäftsbeziehungen auch zu vielen neuen Partnerschaften führte.
1978
Da sich Adolph V und Fritz II, die Kinder von Adolph IV, beruflich anders orientieren und die Familie von Hermann II kinderlos bleibt, wird Hans-Peter Puchert als zweiter Geschäftsführer berufen und führt die Firma zusammen mit Hermann II.
1989
Hayo Cölle wird Geschäftsführer, nachdem sich Hermann II aus der aktiven Geschäftsführung zurückzieht. Er bleibt aber weiterhin Teilhaber und Hauptgesellschafter der A. Segnitz & Co..
1991
Nicht nur aus Platzgründen wechselt der Firmensitz vom Löwenhof im Bremer Hafengebiet zum „neuen“ Löwenhof in Weyhe bei Bremen. Außerhalb Bremens wurde auf der „grünen Wiese“ ein neu erbautes Betriebsgebäude bezogen, um sich den sich ändernden Anforderungen und Abläufen im Vertrieb entsprechend anpassen zu können.
1995
Hermann II veräußert die A. Segnitz & Co. an die befreundete Familie Underberg, die mit der Schlumberger KG in Meckenheim bereits erfolgreich im Weinimport tätig ist.
logo, Wappen, zwei-steinbock?
2003
Hans-Peter Puchert und Hayo Cölle gehen in Ruhestand. Als Nachfolger tritt Rudolf Knickenberg in die Geschäftsführung der Firma Segnitz ein.
Gesicht, Kopf, Lächeln, Fotografieren, Portrait
Rudolf Knickenberg
2004
Heinz-Josef Klaeren wird als weiterer Geschäftsführer der Firma Segnitz berufen. Somit sind die Voraussetzungen für ein weiterhin erfolgreiches Bestehen der Firma geschaffen worden. Mit der neuen, dynamischen Generation ist, ganz im Sinne von Hermann II, die A. Segnitz & Co. GmbH weiterhin ein wichtiger Partner der Top-Gastronomie und des gehobenen Facheinzelhandels in Deutschland.