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Grappa

Grappa entsteht aus Traubenresten der Weinherstellung, dem sogenannten Trester. Er gilt als Nationalgetränk Italiens und wird sehr gerne als Aperitif oder auch als Begleiter zum Espresso getrunken. Schlumberger hat unter anderem Grappe der Nonino Distillatori im Sortiment, die im Jahr 1973 den reinsortigen Grappa Monovitigno® erfand und revolutionierte damit die Produktionsweise sowie die Präsentation des Grappa in Italien und weltweit.

Was ist Grappa? 

Bei Grappa handelt es sich um einen Tresterbrand. Er stammt aus Italien oder dem italienischsprachigen Teil der Schweiz. Im Italienischen lautet die Mehrzahl Grappe, in Deutschland wird auch der Plural Grappas verwendet. Der Name leitet sich vom italienischen Wort „grappolo” (ursprünglich lateinisch: „Grappapolis”) ab, was Traube bedeutet. Der Begriff Grappa darf laut EU-Recht nur für Produkte aus Italien und dem italienischsprachigen Teil der Schweiz verwendet werden. Den Tresterbrand als Grappa zu bezeichnen, bürgerte sich erst ab 1951 ein, als der Name offiziell für eben diese Spirituose vergeben wurde. Zuvor war immer von „aquavite di vinaccia”, zu deutsch: „Lebenswasser aus Traubentrestern”, die Rede. 

Grappa entsteht aus gepressten Rückständen der Weinherstellung, dem sogenannten Trester, deswegen wird er umgangssprachlich auch Tresterschnaps genannt. Zum Trester gehören die Schalen der Trauben, die Kernen der Trauben und das restliche Fruchtfleisch. Grappa muss mindestens 37,5% vol. Alkohol enthalten, es dürfen bis über 70% vol. sein. Am beliebtesten ist Grappa aus Trester von roten Trauben. Es gibt aber auch Grappa aus weißen Rebsorten. Geschmack und Farbe einzelner Grappe unterscheiden sich zum Beispiel durch die Verwendung unterschiedlicher Fässer bei der Lagerung. Dass bei der Herstellung nur Trester verwendet werden dürfen und kein fertiger Wein, unterscheidet Grappa deutlich von anderen Spirituosen wie zum Beispiel Brandy.

Grappa Geschichte: Woher kommt Grappa?

Mitte des 15. Jahrhunderts wird Grappa in Italien erstmals urkundlich erwähnt. Schon einige Jahrhunderte zuvor hatten erste Kenntnisse über Destillationstechniken ihren Weg ins Land gefunden. Grappa wurde schnell zu einer Art Nationalgetränk und war beispielsweise im Ersten Weltkrieg auch Teil der Grundverpflegung der italienischen Soldaten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Herstellung dann technisch optimiert. Dies führte dazu, dass Grappa einen bedeutenden Platz auf dem Weltmarkt für Spirituosen fand und auch von internationalen Gourmets als etwas Besonderes und Hochwertiges wahrgenommen wurde.

Grappa wird heutzutage vor allem in sechs italienischen Anbaugebieten produziert: Trentino-Südtirol, Piemont, Toskana, Sizilien, Lombardei und Venetien. Die Region Toskana spielt dabei jedoch eine untergeordnete Rolle.

Grappa Herstellung: Wie wird Grappa hergestellt?

Grundlage eines jeden Grappas muss ein hervorragender Trester sein. Jede Brennerei hat neben speziellen Brenngeräten ihr eigenes Verfahren bei der Destillation. So entsteht eine enorme Vielfalt an charakteristischen Geschmacksvarianten bei den Grappe.

Nach Abschluss der Destillation lagert der Grappa mindestens sechs Monate in einem Stahltank oder Behältern aus Glas. Anschließend kann eine weitere Lagerung in Holzfässern erfolgen. Entscheidet man sich dagegen, wird der Grappa als bianca (weiß) oder giovane (jung) betitelt. Egal ob Grappa aus roten oder weißen Trauben gewonnen wurde, nach der Destillation ist er immer klar.

Die wichtigsten Rebsorten für eher kräftige Grappe sind Barbera, Brachetto und Cabernet Sauvignon. Leichtere und weichere Grappa werden beispielsweise aus Trester von Refosco oder Chardonnay gewonnen. Für fruchtige Varianten wird gerne die Rebsorte Moscato verwendet. Allgemein können auch die Sorten Nebbiolo, Gewürztraminer und Sauvignon Blanc eine Rolle bei der Herstellung von Grappa spielen. Eine Aromatisierung des Grappas mit Anis, Honig, Nelken, Mandeln, Kaffee, Pfefferminze oder Wacholder ist zulässig.

Grappa Sorten: Welche unterschiedlichen Grappa Stile gibt es?

Wie Grappa letztendlich schmeckt, hängt stark von den Details bei der Destillation und der anschließenden Lagerung ab. Allgemein lässt sich sagen, dass Grappa trotz des hohen Alkoholgehalts immer noch sehr fruchtig schmecken kann. Grappa, der in Fässern aus Kirschholz gereift ist, schmeckt oft recht süß. Eichenholzfässer hingegen sorgen für einen eher herben Geschmack, während Kastanienholzfässer dem Grappa eine sehr dunkle Farbe verleihen. Hier eine Übersicht zu den verschiedenen Qualitätsstufen von Grappa:

  • Grappa Giovane (jung): ungereift (nur 6 Monate Glas oder Stahltank), Aromen nur aus Trester und Destillation
  • Grappa Giovane Aromatico (jung & aromatisch): ungereift (nur 6 Monate Glas oder Stahltank), aus aromatischen Trauben hergestellt um intensiveren Geschmack zu erzielen Grappa Affinata in Legno (im Holz ausgebaut): sehr kurze Zeit im Holzfass ausgebaut
  • Grappa Affinata in Legno Aromatica (im Holz ausgebaut & aromatisch): kurze Zeit im Holzfass & aromatische Trauben
  • Grappa Vecchia oder Invecchiata (im Holz gereift): mindestens 12 Monate im Holzfass gereift
  • Grappa Riserva oder Stravecchia (im Holz gereift): mindestens 18 Monate im Holzfass gereift
  • Grappa Invecchiata Aromatica (im Holz gereift, aromatisch): mindestens 12 Monate im Holzfass gereift & aromatische Trauben
  • Grappa Aromatizzata (aromatisiert): mit Zusatz von pflanzlichen Aromen wie z. B. Beeren
  • Grappa di Vitigno (sortenrein): mindestens 85 Prozent des Tresters nur aus bestimmten Traubensorten (siehe Etikett)
  • Grappa di Monovitigno (sortenrein): mindestens 85 Prozent des Tresters nur aus einer bestimmten Traubensorte (siehe Etikett)

Premium Grappa vom Großhändler: Diese ausgezeichneten Grappe finden Sie bei der Schlumberger Gruppe

Bei Schlumberger gibt es unter anderem Grappe der Nonino Distillatori. Dieser Familienbetrieb aus der Nähe von Udine im Norden Italiens produziert seit 1897 hochwertige Spirituosen. 1973 brachte Familie Nonino erstmals einen reinsortigen Grappa Monovitigno auf den Markt und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zur Neupositionierung des Grappa als hochwertige Spirituose auf dem Weltmarkt. Das Unternehmen wurde 2019 von der US-Fachzeitschrift Wine Enthusiast als „Beste Destillerie der Welt” ausgezeichnet.

Darüber hinaus hat Schlumberger auch exquisite Grappe von Ornellaia und Tenuta Luce im Sortiment. Beides sind absolute Spitzenweingüter, die auch vorzüglichen Grappa aus dem Trester aus der eigenen Weinproduktion herstellen. Im Portfolio von Schlumberger finden sich auch mehrere Geschenkboxen mit kleinen Grappa-Flaschen, die das Eintauchen in die Welt dieses köstlichen Getränks zu einem besonderen Erlebnis machen.

Alles was Sie über Grappa wissen müssen: Häufige Fragen und Antworten

Wie trinkt man Grappa?

Klaren Grappa trinkt man am besten aus einem tulpenförmigen Glas mit Stiel. Gereifterer Grappa schmeckt besonders gut aus einem eher bauchigen Glas. So können sich die Aromen sehr gut entfalten.

Junger Grappa sollte bei ungefähr 10 Grad getrunken werden. Ein länger im Fass gelagerter Grappa hingegen entfaltet sich am besten bei 15 bis 18 Grad. Allgemein sollte Grappa fünf bis 10 Minuten im Glas ruhen, bevor er getrunken wird. Das Glas sollte immer nur höchstens bis zur Hälfte gefüllt sein, um der Entfaltung der Aromen genügend Platz zu geben.

Grappa wird vor allem sehr gerne nach dem Essen getrunken. Er passt sehr gut zu Espresso. Grappa kann aber auch Bestandteil von Cocktail-Kreationen sein.

Geschlossene Flaschen bei richtiger Lagerung nahezu unbegrenzt, geöffnete Flaschen innerhalb eines Jahres verbrauchen.

An einem kühlen (unter 20 Grad), trockenen Ort mit geringen Temperaturschwankungen.

Grappa muss mindestens 37,5 Prozent Alkohol enthalten, es können bis über 70 Prozent sein.